Leckeres in der Ausschlussdiät – geht das überhaupt?
Während einer Ausschlussdiät ist die Fütterung deines Hundes streng begrenzt – und genau das ist auch der Sinn der Sache.
Denn nur, wenn dein Hund wirklich ausschließlich die definierten Zutaten bekommt, kann die Diät klare Ergebnisse liefern.
Was aber oft fehlt, sind praktische Antworten auf die Frage:
„Und was ist mit Leckerli?“
Die gute Nachricht:
Du musst nicht komplett auf Belohnungen verzichten – du musst sie nur Ausschlussdiät-konform gestalten.
In diesem Artikel zeige ich dir:
- warum normale Leckerli tabu sind
- wie du ganz einfach eigene Diät-Leckerli herstellst
- und wie du sie richtig lagerst
Warum fertige Leckerli während der Ausschlussdiät tabu sind
Die meisten industriellen Leckerli enthalten:
- mehrere Proteinquellen
- pflanzliche Nebenerzeugnisse
- Zusatzstoffe, Aromen oder Konservierungsmittel
- oft nicht klar deklarierte Bestandteile
Selbst ein einziges „falsches“ Leckerli kann:
- das Ergebnis der Ausschlussdiät verfälschen
- neue Symptome auslösen
- dazu führen, dass man wieder von vorn beginnen muss
Deshalb gilt:
Während der Ausschlussdiät werden keine fertigen Leckerli gefüttert.
Aber: Das bedeutet nicht, dass dein Hund auf Belohnungen verzichten muss.
Gute Nachrichten: Leckerli lassen sich ganz einfach selbst herstellen
Du arbeitest während der Ausschlussdiät mit:
- 1 Proteinquelle
- 1 Kohlenhydratquelle
Genau daraus lassen sich ganz einfach passende Snacks zubereiten.
Hier kommen drei bewährte Methoden:
Variante 1: Backmatten-Leckerli aus den Zutaten der Ausschlussdiät
Du brauchst:
- die ausgewählten Komponenten deiner Ausschlussdiät
(z. B. Pferd & Kartoffel oder Ente & Süßkartoffel) - einen Mixer oder Pürierstab
- eine Backmatte oder ein Backblech
So geht’s:
- Proteinquelle und Kohlenhydratquelle weich garen
- fein pürieren
- die Masse dünn auf eine Backmatte streichen
- bei 150–170 °C im Backofen backen, bis die Oberfläche fest ist
- nach dem Abkühlen in kleine Stücke schneiden
Wichtiger Hinweis:
Da keine Zusatzstoffe enthalten sind, sind diese Leckerli nicht dauerhaft haltbar – dafür aber maximal „diättreu“.
Deshalb unbedingt nachtrocknen (siehe unten bei Lagerung)
Variante 2: Chips aus der Kohlenhydratquelle
Geeignet sind z. B.:
- Kartoffel
- Süßkartoffel
- Pastinake (wenn Bestandteil der Diät)
Zubereitung:
- in dünne Scheiben schneiden
- im Backofen bei ca. 150 °C trocknen
oder in der Mikrowelle in kleinen Etappen - die Chips sollten richtig trocken und hart sein
Variante 3: Trockenfleisch selbst herstellen
Wenn Fleisch Bestandteil der Ausschlussdiät ist, kannst du daraus:
Trockenfleischstreifen machen:
- Fleisch in dünne Streifen schneiden
- entweder:
- im Dörrautomaten
- oder im Backofen bei niedriger Temperatur (ca. 60–70 °C)
- Backofentür einen Spalt geöffnet lassen
- mehrere Stunden trocknen, bis das Fleisch wirklich hart ist
Lagerung: So bleiben deine DIY-Leckerli haltbar
Da du komplett auf Zusatzstoffe verzichtest, ist die richtige Lagerung wichtig:
Nach dem Backen / Trocknen:
Lasse die Leckerli unbedingt nachtrocknen:
- im Backofen bei ca. 70 °C
- im Dörrautomaten
- oder auf einem Blech an der Luft
Aufbewahrung:
- luftdicht in einer Dose
- oder in einem Baumwollbeutel
- kühl & trocken lagern
Wenn du unsicher bist:
lieber kleinere Mengen herstellen und häufiger frisch machen.
Fazit: Kein Verzicht – nur bewusster
Auch während der Ausschlussdiät muss dein Hund nicht auf Belohnungen verzichten.
Du brauchst:
- nur zwei Zutaten
- etwas Zeit
- keine Spezialprodukte
Möchtest du eine Ausschlussdiät nicht allein umsetzen?
Eine korrekt durchgeführte Ausschlussdiät ist mehr als nur „Zutaten wechseln“.
Sie braucht Struktur, Kontrolle – und Anpassung, wenn Symptome sich verändern.
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